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Macro shot of a black and white striped mosquito on skin.
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Dr. Carolin Degener
17. März 2026

Was sind Tigermücken und was kann ich gegen sie tun?

Was sind Tigermücken? Die asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist eine invasive Art, die sich weltweit verbreitet hat und vor allem in warmen Regionen Europas zunehmend Probleme verursacht. Diese Mücken sind Überträger gefährlicher Krankheiten wie Dengue-Fieber, Chikungunya und Zika. In diesem Beitrag lernen Sie das Aussehen der Tigermücken kennen, warum sie sich in Europa so schnell ausbreiten und welche effektiven Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Plagegeister ergriffen werden können.

Was sind Tigermücken und warum sind sie gefährlich?

Die asiatische Tigermücke gilt als besonders problematisch, weil sie sich hervorragend an städtische Lebensräume anpasst. Sie nutzt kleinste Wasseransammlungen wie Blumentopf-Untersetzer, Regentonnen oder verstopfte Dachrinnen zur Eiablage und findet dadurch selbst in dicht besiedelten Gebieten ideale Brutbedingungen. Zudem ist sie tagaktiv und äußerst stechfreudig, was die Wahrscheinlichkeit von Stichen deutlich erhöht. Ihr gesundheitliches Risiko entsteht vor allem dadurch, dass sie verschiedene Viren übertragen kann, sofern diese in einer Region zirkulieren. Steigende Temperaturen und mildere Winter begünstigen zusätzlich ihre dauerhafte Etablierung.

Wie sieht eine Tigermücke aus?

Die asiatische Tigermücke ist relativ klein und zeichnet sich durch einen schwarzen Körper mit markanten weißen Streifen aus. Besonders auffällig ist die silbrig-weiße Linie, die vom Kopf bis zur Brust verläuft (Abbildung 1 A-C). Diese markanten Merkmale machen sie relativ einfach zu erkennen, obwohl sie in einigen Aspekten mit anderen Mückenarten verwechselt werden kann. So findet sich in Mitteleuropa zum Beispiel in sehr vielen Wohngebieten die große Hausmücke, auch Ringelmücke genannt (Culiseta annulata). Sie ist dunkelbraun, hat auffällig gestreifte Beine und Hinterleib und auf ihren Flügeln befinden sich Flecken (Abbildung 1 D).

Asian tiger mosquito (Aedes albopictus) feeding, illustration and size comparison with match; plus ringed mosquito (Culiseta annulata)

Tigermücken erkennen:

  • Schwarzer Körper mit auffälligen weißen Streifen
  • Silbrig-weiße Linie vom Kopf bis zur Brust
  • Größe: Etwas kleiner als die Hausmücke

Tipp: Nicht jede Mücke mit Streifen ist eine Tigermücke! Schauen Sie genau hin, insbesondere auf die markante Linie am Kopf und an der Brust.

Four illustrated mosquito types—Hausmücke, Ringelmücke, Überschwemmungsmücke, and Asiatische Tigermücke—with a 0.5 cm size scale shown.

Warum breiten sich Tigermücken in Europa aus?

Die asiatische Tigermücke fühlt sich in warmen, feuchten Klimazonen wohl und hat durch den globalen Handel, speziell durch den Transport von Waren und Fahrzeugen, neue Lebensräume in Europa gefunden. Zudem begünstigen milde Winter und die zunehmende Urbanisierung ihre Ausbreitung. Die Mücke kann in urbanen Gebieten überleben, da sie auch in kleinen Wasseransammlungen, wie in Blumentöpfen oder Wasserbehältern, brüten kann.

Tipps für eine effektive Bekämpfung von Tigermücken

In den letzten 30 Jahren hat sich die asiatische Tigermücke weltweit stark verbreitet und ist mittlerweile in vielen Kommunen Deutschlands angekommen. Die Bekämpfung der Tigermücke erfordert gezielte Maßnahmen, um die Verbreitung und die Brutstätten dieser Mücke einzuschränken. Jeder kann zu einem sicheren Umfeld beitragen, indem er folgende präventive Schritte unternimmt:

Brutstätten beseitigen

Brutstätten beseitigen

Stehendes Wasser in Eimern, Töpfen, Gießkannen, Vogelbädern etc. ist ein idealer Brutplatz für Tigermücken. Daher müssen alle Gefäße so gelagert werden, dass sich kein Wasser darin ansammeln kann. Zum Beispiel können sie in einem überdachten Bereich verstaut, mit einer Plane abgedeckt, in einer Kiste verstaut oder mit der Öffnung nach unten gelagert werden. Pflanzentopfuntersetzer müssen mit Sand oder Kies gefüllt werden, damit sich dort keine Larven entwickeln können.

Brutstätten leeren

Brutstätten leeren

Leeren Sie Wasserbehälter mindestens einmal pro Woche. Wenn Sie den Inhalt z. B. in ein Blumenbeet gießen, sterben dabei eventuell im Wasser vorhandene Mückenlarven durch Austrocknung. Da die Eier oft am Gefäßrand abgelegt werden, sollten Sie die Gefäße von innen oberhalb der Wassersäule auch abbürsten, oder mit sehr heißem Wasser übergießen.

Brutstätten abdecken

Brutstätten abdecken

Dichten Sie Ihre Wasserspeicher (Regentonnen, Zisternen) mit einem eng schließenden dichtmaschigen Netz oder einem Deckel gut ab. Konstrukte, die dies verhindern (z. B. Überläufe, Dachrinnen oder Abflussrohre, die weit in die Regentonne reichen), sollten Sie entfernen. Tigermücken nutzen selbst kleinste Schlupflöcher aus!

Behandlung von nicht-eliminierbaren Brutstätten

Behandlung von nicht-eliminierbaren Brutstätten

Einige Wasserreservoirs lassen sich nicht wirksam abdecken oder regelmäßig entleeren, beispielsweise Abflüsse, Zisternen oder Regentonnen. Während biologische Larvizide wie Bti regelmäßig erneut angewendet werden müssen, bietet Biogents HYDRO FILM eine insektizidfreie Alternative. Seine physikalische Oberflächenbarriere unterbricht den Entwicklungszyklus der Mücken und schützt mit nur einer Anwendung bis zu 8 Wochen, wodurch sich der Wartungsaufwand und die Anzahl der Behandlungen deutlich reduzieren.

HYDRO FILM
Mückenfallen

Mückenfallen

Der Einsatz von Mückenfallen, wie der AERO TRAP oder BG-Mosquitaire, ist eine der effektivsten Methoden, um Tigermücken zu bekämpfen. Diese Fallen imitieren einen Menschen und fangen die Mücken, die stechen wollen. Die BG-GAT Falle imitiert eine Brutstätte und verhindert Reproduktion.

AERO TRAP

Melden Sie jede verdächtige Mücke, die nicht aus dem Bekämpfungsgebiet stammt: Sie können die Mücken an uns oder den Mückenatlas schicken. Alternativ können Sie auch Fotos einreichen. Wichtig sind eine gute Bildqualität sowie eine klare Aufnahme der Rückenansicht.

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A striped mosquito rests on a human finger.

Klare Sicht

A mosquito under magnification with a ruler for scale.

Rückenansicht zeigen

A mosquito with a blood-filled abdomen rests on a grey surface.

Gute Bildqualität

Was können Sie gegen Tigermücken tun?

Die asiatische Tigermücke ist nicht nur eine lästige Plage, sondern stellt auch eine ernsthafte gesundheitliche Bedrohung dar. Ihre Bekämpfung erfordert eine aktive Beteiligung aller, da die Mücken vor allem durch stehendes Wasser in privaten Gärten und öffentlichen Bereichen verbreitet werden. Durch präventive Maßnahmen für die Mückenbekämpfung, wie das Beseitigen von Brutstätten und den Einsatz von Mückenfallen, können wir gemeinsam dazu beitragen, die Verbreitung der Tigermücke zu stoppen und uns vor den damit verbundenen Gesundheitsrisiken zu schützen.

FAQ – Was sind Tigermücken?

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Dr. Carolin Degener studierte Biologie an der Universität Regensburg und promovierte an der Bundesuniversität von Minas Gerais in Belo Horizonte, Brasilien. Sie arbeitete zunächst als Studentin bei Biogents und unterstützte Labor- und Feldstudien zu Repellentien. Ihre Doktorarbeit befasste sich mit dem Massenfang der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) mit BG-Sentinel-Fallen und MosquiTRAPs. Anschließend ging sie als Postdoktorandin an das Fiocruz-Institut in Rio de Janeiro, wo sie an einem Echtzeit-Frühwarnsystem für Dengue für brasilianische Kommunen mitwirkte. 2016 kehrte sie zu Biogents zurück und unterstützte Produktentwicklung, Marketing, Datenanalyse und wissenschaftliches Schreiben. Seit 2023 ist sie Teil des Produktmanagement-Teams, verantwortet als Produktmanagerin den BG-Counter und leistet technischen und wissenschaftlichen Support. Carolin spricht fließend Deutsch, Englisch und Portugiesisch. Darüber hinaus verfügt sie über gute Kenntnisse in Spanisch und Französisch. Wissenschaftliche Publikationen 1. Degener, C.M., Staunton, K.M., Bossin, H. et al., Gordon, S.W. (2021). Evaluation of the New Modular Biogents BG-Pro Mosquito Trap in Comparison to CDC, EVS, BG-Sentinel, and BG-Mosquitaire Traps. Journal of the American Mosquito Control Association, 37(4): 224-241. 2. Degener, C.M., Geier, M., Kline, D., Urban, J., Willis, S., Ramirez, K., Cloherty, E.R., Gordon, S.W. (2019). Field trials to evaluate the effectiveness of the Biogents-Sweetscent lure in combination with several commercial mosquito traps and to assess the effectiveness of the Biogents-Mosquitaire trap with and without carbon dioxide. Journal of the American Mosquito Control Association, 35(1): 32-39. 3. Ferreira, D.A., Degener, C.M., Marques-Toledo, C.A., Bendati, M.M., Fetzer, L.O., Teixeira, C.P., Eiras, A.E. (2017). Meteorological variables and mosquito monitoring are good predictors for infestation trends of Aedes aegypti, the vector of dengue, chikungunya and Zika. Parasites & Vectors, 10(1). 4. Marques-Toledo, C.A., Degener, C.M., Vinhal, L. et al., Teixeira, M.M. (2017). Dengue prediction by the web: Tweets are a useful tool for estimating and forecasting Dengue at country and city level. PLoS Neglected Tropical Diseases, 11(7). 5. Degener, C.M., Azara, T.M.F., Roque, R.A., Codeco, C.T., Nobre, A.A., Ohly, J.J., Geier, M., Eiras, A.E. (2014). Temporal abundance of Aedes aegypti in Manaus, Brazil, measured by two trap types for adult mosquitoes. Memorias do Instituto Oswaldo Cruz. 6. Degener, C.M., Mingote Ferreira de Azara, T., Roque, R.A. et al., Eiras, A.E. (2015). Mass trapping with MosquiTRAPs does not reduce Aedes aegypti abundance. Memorias do Instituto Oswaldo Cruz, 110(4): 517-527. 7. Degener, C.M., Eiras, A.E., Azara, T.M.F. et al., Geier, M. (2014). Evaluation of the effectiveness of mass trapping with BG-sentinel traps for dengue vector control: a cluster randomized controlled trial in Manaus, Brazil. Journal of Medical Entomology, 51: 408-420. 8. Reis, I.C., Codeco, C.T., Degener, C.M. et al., Honorio, N.A. (2015). Contribution of fish farming ponds to the production of immature Anopheles spp. in a malaria-endemic Amazonian town. Malaria Journal, 14(1): 452. 9. Azara, T.M.F., Degener, C.M., Roque, R.A., Ohly, J.J., Geier, M., Eiras, A.E. (2013). The impact of CO2 on collection of Aedes aegypti (Linnaeus) and Culex quinquefasciatus Say by BG-Sentinel traps in Manaus, Brazil. Memorias do Instituto Oswaldo Cruz, 108: 229-232. 10. Figueiredo, R.M.P., Mourao, M.P.G., Abi-Abib, Y.E.C. et al., Degener, C. et al. (2013). Identification of dengue viruses in naturally infected Aedes aegypti females captured with BioGents (BG)-Sentinel traps in Manaus, Amazonas, Brazil. Revista da Sociedade Brasileira de Medicina Tropical, 46.