
Mückenstiche im Herbst?
Mückenfreie Monate – ein trügerischer Frieden
Den ganzen Sommer lang sind wir von Mücken weitestgehend verschont geblieben. Überschwemmungsmücken verirren sich eigentlich nicht in unseren Stadtteil, und Tigermücken gibt es zum Glück bei uns noch nicht. Beim Waldspaziergang haben wir die freiliegenden Hautstellen mit Mückenschutzmitteln eingeschmiert und sind damit glimpflich davongekommen. Hausmücken schwirren hier schon herum, aber die Nachbarn scheinen diese zumindest nicht im großen Stil in ihren Regentonnen zu züchten. Und bisher hatten sie uns zumindest in unserer Wohnung in Ruhe gelassen.
Bisher. An sich gefällt es den bluthungrigen Biestern im Gebüsch nunmal besser als in unserer Wohnung im ersten Stock. Diese Woche habe ich dann doch etwas gestaunt, als mein vierjähriger mich am Morgen mit einem total zerstochenen Gesicht begrüßte. Ich machte mich daraufhin in seinem Zimmer auf die Suche und konnte recht schnell eine Mücke an der Zimmerdecke finden. Ich habe sie mit einem gekonnten Schlag mit der flachen Hand zur Strecke gebracht. Seitdem ziert ein kleiner roter Fleck die Kinderzimmerdecke. In der folgenden Nacht ging es dann bei mir los. Ihr kennt das ja: Man hat es sich gerade gemütlich gemacht und ist kurz vorm Einschlafen. Bzzzz! Bzzzzzzz! Immer schön nah am Ohr, so was von nervig! Ich muss dann immer an das Lied "Mücken nerven Leute" denken, das den Sachverhalt sehr anschaulich beschreibt: "bzzzzzz - laut wie ein Hubschrauber...".

Mücken im Spätsommer und Herbst: Das steckt dahinter
Aber warum fängt dieses Theater erst jetzt, Mitte September an? Die Tage werden kürzer und kühler, manche Bäume verlieren schon ihre Blätter - es "herbstelt" sagt man hier in Bayern. Man könnte meinen, die Mücken müssten demnächst verschwinden. Nix da. Sie werden uns allenoch eine ganze Weile bis in den Herbst hinein stechen, insbesondere wenn die Temperaturen mild bleiben. Und warum müssen die Biester uns nun vermehrt in unseren Häusern drangsalieren?
Während die Männchen im Herbst sterben, überwintern die nachtaktiven weiblichen Hausmücken an frostfreien, windgeschützten und feuchten Orten. Das können zum Beispiel Höhlen, hohle Baumstämme, Scheunen, oder eben auch Keller sein. Bevor sie es sich in den Kellern gemütlich machen und in eine Art Winterstarre verfallen, findet man die kleinen Plagegeister in den oberen Geschossen, wo sie uns in den Wahnsinn treiben können. Aber keine Angst, in absehbarer Zeit wird wieder Ruhe einkehren!
Was ihr jetzt gegen Mücken im Haus tun könnt
Damit Mücken in den kommenden Wochen nicht zur Belastung werden, helfen mehrere Maßnahmen, die an unterschiedlichen Punkten ansetzen:
- Mögliche Brutstätten im Garten kontrollieren: Entfernen Sie stehende Wasseransammlungen, beispielsweise in Untersetzern, Eimern oder ungenutzten Behältern. Lassen sich Wasserstellen wie Regentonnen oder andere dauerhaft gefüllte Gefäße nicht vermeiden, können diese mit Biogents HYDRO FILM behandelt werden. Die insektizidfreie Oberflächenbarriere unterbricht den Entwicklungszyklus der Mücken im Wasser und schützt bis zu 8 Wochen.
- Mückengitter an Fenstern und Türen prüfen: Kontrollieren Sie, ob Fliegengitter richtig montiert sind und keine Beschädigungen aufweisen, damit Mücken gar nicht erst ins Haus gelangen.
- Mückenfallen im Garten einsetzen: Da Mücken jederzeit aus der Umgebung zufliegen können, reduzieren Mückenfallen die Anzahl erwachsener Stechmücken und helfen dabei, den Mückenbestand rund ums Haus langfristig zu senken.

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