
Alternative zu Mückenlarviziden: Biogents HYDRO FILM
Unterbricht den Lebenszyklus von Mücken frühzeitig
MEHR ERFAHREN
Mücken auf den Malediven sind ganzjährig präsent und gehören zur tropischen Realität der über 1.000 Inseln. Die wichtigsten Arten sind die tagaktive Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus ), Aedes aegypti sowie nachtaktive Culex-Arten. Wer den Sundowner an der Wasservilla oder das Abendessen am Strand entspannt genießen möchte, sollte sich mit dem Thema auskennen. Für Resort-Betreiber zeigt ein Leuchtturm-Projekt auf der Insel Kunfunadhoo, dass sich Gästekomfort und nachhaltige Mückenkontrolle ohne Insektizide verbinden lassen.
Dieser Beitrag erklärt die Ursachen, die gesundheitlichen Risiken und die wissenschaftlich fundierten Lösungen, die sich in tropischen Resorts bewährt haben. Er zeigt am Beispiel des Soneva-Projekts, wie eine komplette Insel nahezu mückenfrei wurde, um so das Leben auf den Malediven angenehmer zu gestalten.
Drei Faktoren erklären die hohe Mückendichte auf den Atollen: Klima, Geografie und Wasservorkommen.
Die Temperaturen liegen ganzjährig zwischen 28 und 30 °C und die Luftfeuchtigkeit bleibt durchgehend hoch. Anders als in Mitteleuropa gibt es keine winterliche Pause, in der die Mückenpopulation einbricht. Die zwei Monsunzeiten, Hulhangu (Mai bis November, regenreich) und Iruvai (Dezember bis April, trockener), verschieben lediglich die Aktivitätsspitzen.
Über 1.000 Inseln, dichte tropische Vegetation und zahlreiche kleine Wasserflächen begünstigen die Vermehrung. Resorts schaffen mit Pools, Bewässerungssystemen, Regenwasserspeichern und Gartenanlagen unbeabsichtigt zusätzliche Brutstätten auf engem Raum.
Klima und Wasservorkommen sind nur ein Teil der Erklärung. Entscheidend ist auch, welche Arten diese Bedingungen besonders gut nutzen. In bewohnten Bereichen der Malediven dominieren die tagaktive Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus ) und die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti). Beide Arten legen ihre Eier bevorzugt in kleinen, künstlichen Wasseransammlungen ab, wie etwa in Pflanzentöpfen, Regenrinnen oder ungenutzten Behältern. Culex-Arten ergänzen das Spektrum als nachtaktive Plagegeister, die das Mückenaufkommen rund um die Uhr aufrechterhalten.
Tropische Stechmücken können Krankheiten übertragen. Die wichtigsten Fakten finden Sie hier im Überblick:
Aktuelle Reisehinweise des Auswärtigen Amts und der WHO geben vor jeder Reise verlässliche Orientierung.

Eines der eindrücklichsten Praxisbeispiele für Mückenbekämpfung auf den Malediven liefert das Luxusresort Soneva Fushi auf der Insel Kunfunadhoo.
Über mehr als zwanzig Jahre wurden auf dem Gelände fast ganzjährig Insektizide eingesetzt. Durch den wiederholten Einsatz entwickelten sich zunehmend resistente Mücken, sodass die Behandlung mit der Zeit immer weniger wirksam war.
Zusammen mit Biogents stellte Soneva daraufhin auf ein insektizidfreies Konzept um, mit dem klaren Ziel, Kunfunadhoo zur ersten mückenfreien Insel der Malediven zu machen.
Das Ergebnis war wegweisend. Innerhalb von rund sechs Wochen sank die resistente Mückenpopulation um mehr als 90%, und innerhalb eines Jahres wurde sie um bis zu 98% reduziert. Dafür wurden über 500 Mückenfallen über die gesamte Insel verteilt und Brutstätten konsequent beseitigt.
Neben weniger Mücken zeigte das Projekt einen zweiten Effekt: Ohne Insektizide erholte sich die Tier- und Pflanzenwelt. Schmetterlinge, Libellen, Hummeln und Käfer kehrten zurück, die Bestäuber ließen die nachhaltigen Gärten von Soneva Fushi wieder florieren, und nachts sind sogar wieder Glühwürmchen zu sehen. Das Trapping-Konzept war zudem rund ein Viertel günstiger als die zuvor eingesetzte Insektizid-Bekämpfung.
Effektive Mückenbekämpfung auf den Malediven beeinflusst das Gästeerlebnis unmittelbar. Drei Faktoren machen die Aufgabe für Resorts besonders anspruchsvoll:
Resorts brauchen daher Lösungen, die hochwirksam sind, ohne sich dabei auf Insektizide zu verlassen.
Das Soneva-Projekt zeigt, dass wirksamer Mückenschutz auf einem Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen beruht. Repellent-Sprays mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin schützen einzelne Personen für einige Stunden vor Mückenstichen, reduzieren jedoch nicht die Mückenpopulation. Insektizid-Sprays können vorhandene Mücken kurzfristig bekämpfen, bieten aber keine nachhaltige Lösung für weitläufige Außenbereiche. Professionelle Mückenschutzkonzepte setzen deshalb auf einen integrierten Ansatz: Sie kombinieren die Reduzierung von Brutstätten, die Behandlung nicht vermeidbarer Wasseransammlungen und den gezielten Fang erwachsener Stechmücken. Nur so funktionieren effektive Anti-Mückenlösungen für Profis und große Grundstücke.
Stehende Wasserflächen sind die wichtigste Brutgrundlage. Regenrinnen, Untersetzer, Bauwasser und ungenutzte Behälter sollten konsequent entfernt oder geleert werden. Für Behälter mit stehendem Wasser, die sich nicht leeren lassen, bietet sich der Biogents HYDRO FILM an, ein insektizidfreier Lockstoff, der einen ultradünnen Film auf der Wasseroberfläche bildet und so die Entwicklung der Mückenlarven unterbricht. Eine Anwendung von HYDRO FILM hält bis zu acht Wochen.

Unterbricht den Lebenszyklus von Mücken frühzeitig
MEHR ERFAHREN
Insektizidfreie Mückenfallen arbeiten mit einem einfachen Prinzip: Sie ahmen die Reize nach, die Mücken zu einem Menschen führen. Dazu gehören Duftstoffe und die Luftströmung, die der Körper erzeugt. Die Mücken werden so gezielt zur Falle gelenkt und dort eingefangen, bevor sie zur Belästigung werden. Eine wissenschaftlich entwickelte Lösung dieser Bauart ist die AERO TRAP PLUS bzw. ihr Vorgängermodell, die BG-Mosquitaire CO2. Beide arbeiten mit einem patentierten Nachahmungssystem.

Besonders wirksam gegen die Tigermücke, deckt bis zu 300 m² ab
MEHR ERFAHREN
Brutstätten-imitierende Fallen locken eierlegende Tigermücken gezielt an und fangen sie ab, bevor die Eiablage stattfindet. Auf Inseln mit ganzjähriger Reproduktion unterbricht dieser Mechanismus den Vermehrungszyklus an einer entscheidenden Stelle. Speziell für diesen Zweck entwickelt wurde die BG-GAT-Tigermückenfalle, die ohne Strom und ohne chemische Lockstoffe funktioniert. Ihre volle Wirkung entfaltet sie als Mückenfalle-Kombination mit fangenden Systemen. Während die eine Fallenart aktive Mücken abfängt, stoppt die andere den Nachwuchs.
Das Zusammenspiel der oben genannten Methoden wirkte beim Soneva-Projekt so überzeugend, dass es nach Projektende auf die Nachbarinsel Soneva Jani übertragen wurde. Dort fing eine einzige Biogents-Falle innerhalb von 48 Stunden eine Rekordzahl von 2.972 Mücken.

Zusätzliche Falle, die die Vermehrung von Tigermücken reduziert
MEHR ERFAHRENWährend Resorts mit professionellen Systemen für die Grundsicherung sorgen, können Reisende mit einfachen Maßnahmen viel zu einem entspannten Aufenthalt beitragen. Die wirksamsten Schritte beginnen schon vor der Buchung und reichen bis zum Verhalten in der Unterkunft selbst:
In der Summe sind es selten einzelne Maßnahmen, sondern das Zusammenspiel mehrerer kleiner Gewohnheiten, das den Unterschied macht.
Eine spürbare Reduktion der Mückenpopulation ist auch unter tropischen Bedingungen möglich, wenn mehrere Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden. Das Soneva-Projekt auf Kunfunadhoo liefert den praktischen Beleg. Quellenreduktion entzieht den Tieren die Brutgrundlage, Fallen mit menschlicher Imitation fangen aktive Mücken ab, und Brutstätten-imitierende Systeme unterbrechen die Vermehrung.
Für Reisende bedeutet das: Die Wahl der Unterkunft und einfache persönliche Schutzmaßnahmen wirken zusammen mit dem Mückenmanagement vor Ort. Für Resorts und Behörden zeigt sich, dass kontinuierliches Monitoring und insektizidfreie Technologien langfristig die bessere Bilanz liefern als wiederholte Chemikalieneinsätze. So lassen sich Mücken auf den Malediven wirksam kontrollieren, ohne dem sensiblen Inselökosystem zu schaden.

Dr. Ulla Gordon arbeitete als Studentin in der Stechmückenforschungsgruppe der Universität Regensburg und ist seit 2002 Teil der Biogents AG. In ihrer Doktorarbeit (veröffentlicht in PLoS ONE unter ihrem früheren Namen Ulla Obermayr) untersuchte sie sogenannte „Push-Pull"-Strategien zur Bekämpfung der Gelbfiebermücke Aedes aegypti, konkret die Kombination von BG-Sentinel-Fallen mit pflanzlichen Raumrepellentien. Im Journal of Medical Entomology veröffentlichte sie zudem eine Arbeit zu Labormethoden für die Bewertung der räumlichen Wirksamkeit von Mückenschutzmitteln und trug damit zur Entwicklung von „Push-Pull"-Ansätzen in der Stechmückenbekämpfung bei. Von 2005 bis 2018 leitete sie den Bereich Auftragsforschung und -entwicklung bei Biogents. Seit 2018 verantwortet sie die Personalabteilung des Unternehmens mit dem Schwerpunkt auf dem Aufbau und der Entwicklung starker Teams. Der Wissenschaft bleibt sie als Mitglied des internen wissenschaftlichen Beirats von Biogents verbunden, wo sie aktuelle Forschungsprojekte berät und analysiert. Dr. Gordon ist Mitglied der American und der European Mosquito Control Association und spricht Deutsch, Englisch und Portugiesisch. Wissenschaftliche Veröffentlichungen Obermayr, U., Ruther, J., Bernier, U.R., Rose, A., Geier, M. (2015). Evaluation of a Push-Pull Approach for Aedes aegypti (L.) Using a Novel Dispensing System for Spatial Repellents in the Laboratory and in a Semi-Field Environment. PLoS ONE, 10(6): e0129878. Obermayr, U. (2014). Excitorepellency. Buchkapitel in: Insect Repellents Handbook (2nd edition), eds. Debboun, Frances, Strickman, CRC Press, pp. 91-117. Krüger, A., Obermayr, U., Czajka, C., Bueno-Marí, R., Jöst, A., Rose, A. (2014). COI sequencing for invasive mosquito surveillance in Germany reveals genetically divergent specimens near Aedes geniculatus (Diptera: Culicidae). Journal of the European Mosquito Control Association, 32: 22-26. Hoel, D.F., Marika, J.A., Dunford, J.C., Irish, S.R., Geier, M., Obermayr, U., Wirtz, R.A. (2014). Optimizing Collection of Anopheles gambiae s.s. (Diptera: Culicidae) in Biogents Sentinel Traps. Journal of Medical Entomology, 51(6): 1268-1275. Obermayr, U., Ruther, J., Rose, A., Geier, M. (2012). Laboratory Evaluation Techniques to Investigate the Spatial Potential of Repellents for Push and Pull Mosquito Control Systems. Journal of Medical Entomology, 49: 1387-1397. Drapeau, J., Rossano, M., Touraud, D., Obermayr, U., Geier, M., Rose, A., Kunz, W. (2011). Green synthesis of para-Menthane-3,8-diol from Eucalyptus citriodora: Application for repellent products. Comptes Rendus Chimie, 14(7-8): 629-635. Obermayr, U., Rose, A., Geier, M. (2010). A novel test cage with an air ventilation system as an alternative to conventional cages for the efficacy testing of mosquito repellents. Journal of Medical Entomology, 47: 1116-1122.