
Basis Mückenfalle: AERO TRAP
Besonders wirksam gegen die Tigermücke, deckt bis zu 300 m² ab
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Mückenstiche sind nicht nur lästig, sondern können je nach Region auch gesundheitliche Risiken bergen. Kein Wunder also, dass viele Menschen bereit sind, Mücken-Apps auszuprobieren, um die Plagegeister fernzuhalten. Diese versprechen, Stechmücken per Ultraschall vom Smartphone fernzuhalten – kostenlos oder für ein paar Euro. Aber funktioniert das wirklich? Wir schauen uns an, was hinter diesen Anti-Mücken-Apps steckt und was die Wissenschaft aktuell dazu sagt.
Bei den (Anti-)Mücken-Apps handelt es sich um Smartphone-Anwendungen, die behaupten, Stechmücken mithilfe von hochfrequenten Tönen oder Ultraschall abzuschrecken. Meist geben sie diese Signale direkt über die Lautsprecher des Handys aus – bei manchen kostenpflichtigen Premium-Versionen auch mit verschiedenen Frequenzmodi.
Das Grundversprechen ist bei allen ähnlich: Durch spezielle Geräusche sollen diese Apps die Mücken vertreiben, ohne die sonst übliche Chemie oder Gerüche. Der Nutzer muss lediglich die App starten und sein Smartphone in der Nähe platzieren.
Da es stets die Weibchen sind, die stechen, verfolgen alle Mücken-Apps das Ziel, eben diese zu vertreiben. Hierzu gibt es zwei grobe Ansätze:
Die Ansätze dieser Apps klingen zunächst einfach und vielversprechend, doch es gibt Probleme in der praktischen Umsetzung.
So viele positive Bewertungen man zu den meisten Mücken-Apps auch findet: Aktuell gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass diese Mücken zuverlässig und dauerhaft fernhalten. Im Gegenteil – eine Laborstudie kam sogar zu dem Ergebnis, dass bestimmte Schallfrequenzen das Stechverhalten einer Mückenart verstärken können.
Allerdings ist die Forschung in diesem Bereich bisher begrenzt, und die betreffende Untersuchung wurde mit einer vergleichsweise kleinen Zahl an Versuchstieren durchgeführt.
Forscher der Entomologischen Gesellschaft Brasiliens (SEB) wollten mit ihrer Studie [1] herausfinden, ob elektronische Mückenvertreiber und app-ähnliche Schallfrequenzen tatsächlich abschreckend wirken oder ob sie das Angriffsverhalten sogar fördern.
Dazu wurde ein kontrollierter Laborversuch durchgeführt:
Jeder Test dauerte zwölf Minuten und war in vier Phasen gegliedert: Gerät aus, Gerät an, Gerät aus, Gerät an. Diese Abfolge erlaubte einen direkten Vergleich. Getestet wurden:
Jeder Durchgang wurde mehrfach wiederholt und statistisch ausgewertet.
[1] Andrade, C. F., & Cabrini, I. (2010). Electronic mosquito repellers induce increased biting rates in Aedes aegypti mosquitoes (Diptera: Culicidae). Journal of Vector Ecology, 35(1), 75–78.
Beim Einschalten der Geräte stieg die Zahl der Stichversuche schnell an – je nach Frequenz um etwa 20 % bis fast 50 %. Besonders auffällig waren mittlere Frequenzen zwischen ungefähr 9,6 und 18,2 Kilohertz. Ebenso auffällig war die schnell sinkende Stichrate, sobald der Ton ausgeschaltet wurde – teilweise um bis zu 25 %.
Bei einem der getesteten Geräte führte ein erneutes Einschalten später nochmals zu über 30 % mehr Angriffsversuchen. Bei anderen Frequenzen war dieser zweite Effekt schwächer ausgeprägt, möglicherweise aufgrund einer Gewöhnung der Mücken an den Dauerton.
Die Forscher interpretierten die Ergebnisse folgendermaßen:
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass elektronische Mückenvertreiber und vergleichbare Mücken-Apps keine nachgewiesene Schutzwirkung besitzen und unter bestimmten Versuchsbedingungen sogar kontraproduktive Effekte zeigen können.
Neben den Studienergebnissen gibt es weitere Gründe, weshalb Anti-Mücken-Apps in der Praxis nicht zuverlässig funktionieren. Diese liegen sowohl in technischen Grenzen als auch in der Biologie und im Verhalten der Mücken.
Aus technischer Sicht besteht bereits ein grundlegendes Problem darin, dass die beworbenen Ultraschallfrequenzen von Smartphones nur eingeschränkt oder gar nicht wiedergegeben werden können. Zudem ist ein abschreckender Effekt solcher Frequenzen auf Stechmücken wissenschaftlich nicht belegt.
Noch entscheidender als die technische Begrenzung ist jedoch die Biologie der Tiere. Stechmücken suchen ihre Wirte nicht primär anhand hochfrequenter Geräusche, sondern vor allem über verschiedene chemische und physikalische Reize. Dazu gehören insbesondere:
Diese Signale sind für Mücken deutlich relevanter als akustische Reize.
Zudem liegen die für die Kommunikation zwischen Stechmücken relevanten Flügelschlagfrequenzen typischerweise deutlich unter den Ultraschallfrequenzen, mit denen viele sogenannte Ultraschall-Repeller werben. Ob eine Mücken-App hochfrequente Geräusche ausspielt oder nicht, spielt für die Orientierung der Tiere demnach keine nennenswerte Rolle.
Dies wird auch durch eine 2024 veröffentlichte Studie italienischer Forscher gestützt [2]. In dieser Untersuchung zeigten vier getestete elektronische Mückenvertreiber keine nachweisbare abschreckende Wirkung auf asiatische Tigermücken (Aedes albopictus) und Hausmücken (Culex pipiens).
[2] Toma, L.; Lo Catro, F.; Severini, F. et al. (2024): Evaluation of four common electronic mosquito repellers on Aedes albopictus and Culex pipiens. Ann Ist Super Sanità, Vol. 60, No. 4: S. 258-263. DOI: 10.4415/ANN_24_04_04
Da Mücken ihre Wirte insbesondere über Geruchsstoffe, Kohlendioxid, Wärme und Feuchtigkeit finden, sind etablierte Schutzmaßnahmen deutlich sinnvoller als akustische Smartphone-Apps.
Zu den bewährten Methoden zählen:
Auch spezielle Lösungen wie Mückenfallen bieten einen zuverlässigeren Schutz als Apps, da sie Mücken gezielt anlocken und einfangen können.
Falls Sie sich selbst überzeugen möchten, sehen Sie sich gern unser Video aus dem Biogents-Auftragsforschungslabor an. Hier ist zu sehen, was passiert, wenn man ein Handy mit eingeschalteter Anti-Mücken-App in einen Käfig mit Mücken hält:

Besonders wirksam gegen die Tigermücke, deckt bis zu 300 m² ab
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Zusätzliche Falle, die die Vermehrung von Tigermücken reduziert
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Unterbricht den Lebenszyklus von Mücken frühzeitig
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Sergej Sperling studierte Biologie an der Universität Regensburg; im Rahmen seiner Masterarbeit in chemischer Ökologie entwickelte er eine neuartige Trennmethode für Extrakte. Ab 2014 war er im Rahmen des EU-geförderten MCD-Projekts (Mosquito Contamination Device) für die Planung, Durchführung und Auswertung von Feldversuchen zur Malariabekämpfung in Tansania verantwortlich – eine Arbeit, die unter anderem in der Publikation „Eave tubes for malaria control in Africa: Videographic observations of mosquito behaviour in Tanzania" dokumentiert ist. Seit 2017 leitet er die Abteilung für Auftragsforschung und -entwicklung der Biogents AG (Direktor seit 2019), verantwortet Labor- und Feldstudien zur Wirksamkeit von Repellentien und ist Ansprechpartner für die Prüfung von Biozidprodukten der Produktarten 18 (Insektizide) und 19 (Repellentien). Sergej Sperling spricht Englisch, Deutsch und Russisch. Wissenschaftliche Publikationen 1. Sperling, S., Cordel, M., Gordon, S.W., Knols, B.G.J., Rose, A. (2017). Eave tubes for malaria control in Africa: Videographic observations of mosquito behaviour in Tanzania with a simple and rugged video surveillance system. Malaria World Journal, 8:9. 2. Knols, B.G.J., Farenhorst, M., Andriessen, R. et al., Sperling, S., Cordel, M. et al., Thomas, M.B. (2016). Eave tubes for malaria control in Africa: An introduction. Malaria Journal, 15:404. 3. Sperling, S., Kühbandner, S., Engel, K.C. et al., Ruther, J. (2015). Size Exclusion High Performance Liquid Chromatography: Re-Discovery of a Rapid and Versatile Method for Clean-Up and Fractionation in Chemical Ecology. Journal of Chemical Ecology.